Erste Hilfe bei Kindern Teil 3 Herz-Lungen-Wiederbelebung

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Erste Hilfe bei Kindern Teil 2  Gegenstand verschluckt - Heimlich-Handgriff

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In der Schrecksekunde eines Unfalls kann ein ausgedruckter Plan sehr hilfreich sein.

Die unten aufgeführten Situationen und Erste-Hilfe-Maßnahmen entsprechen den neuesten Vorschriften und Verhaltensregeln AUSBILDUNG OKTOBER 2014

Natürlich ist jeder Unfall individuell zu beurteilen, jedoch geben die Leitlinien eine ganz gute Vorgehensweise vor.

Hier im zweiten Teil „Erste Hilfe bei Kindern“ geht es darum: Was ist zu tun, wenn ein Kleinkind / Kind einen Legostein z.B. verschluckt und es geht um die richtigen Handgriffe.

 

Das Wichtigste ist RUHIG BLEIBEN, nur wer nichts tut lässt wichtige Zeit verstreichen, die in einem solchen Fall von so großer Bedeutung ist.

Schon den NOTRUF abzusetzen kann Leben retten Tel.: 112, also deswegen wirklich einmal tief durchatmen und los geht`s.

 

Viele Menschen scheuen sich schon vor dem Gedanken einer Wiederbelebung, sie haben Angst etwas falsch zu machen, die Maßnahmen sind aber doch so effektiv und einfach.

Mein Tipp ist, sich den Ablauf für einen solchen Notfall immer mal wieder durch zu lesen, so entsteht eine gewisse Sicherheit, die sich in einer solchen aufregenden Situation als sehr nützlich erweist.

Sicherlich wünsche ich allen hier, dass sie immer gesund und munter sind ;)

Ich bin selber Ersthelferin vor Ort gewesen und ich kann euch versichern, dass ihr alles Wichtige im Ablauf parat habt. Bei mir lief es Hand in Hand mit dem Gedankenablauf und ich würde jederzeit wieder die Reanimationsmaßnahmen machen, bis der Notarztwagen eintrifft. Es kamen wunderbare Menschen dazu und wir konnten im Team uns gegenseitig unterstützen.

Wenn ihr in einen Unfall kommt möchtet ihr ja auch haben, dass Menschen sich trauen sofort zu helfen.

In der Datei, die zum freien Download für alle gedacht ist, beginne ich direkt mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen

 

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In der Schrecksekunde eines Unfalls kann ein ausgedruckter Plan sehr hilfreich sein.

Die unten aufgeführten Situationen und Erste-Hilfe-Maßnahmen entsprechen den neuesten Vorschriften und Verhaltensregeln AUSBILDUNG OKTOBER 2014

Natürlich ist jeder Unfall individuell zu beurteilen, jedoch geben die Leitlinien eine ganz gute Vorgehensweise vor.

 

 

 

Erste Hilfe bei Kindern

 

Ein 4 Jahre altes Kind spielt im Sandkasten, findet eine Zigarette und nimmt sie in den Mund. Was ist zu tun?

Weniger als zwei Kippen von den Zigaretten sind toxisch.

Toxisch, d.h. giftig. Die Toxizität hängt entscheidend nicht nur von der Giftigkeit ab, sondern auch von der Dauer und der Menge der Aufnahme. Da im Filter der Zigarette die höchste Konzentration an Nikotin ist, kann das Kind eine große Menge an Nikotin aufgenommen haben. Wichtig ist es jetzt die Ruhe zu bewahren, dem Kind schluckweise Wasser zu geben und die Notrufzentrale anzurufen. Dort erhält man wichtige Informationen, der  Notarzt wird sofort angerufen  TELEFON: 112

 

Giftnotrufzentrale

http://dgk.de/gesundheit/unfallpraevention/unfallarten/vergiftungen-veraetzungen/adressenliste-gift-informationszentralen-in-deutschland.html

Unfallprävention Vergiftungen:
Giftinformationszentralen in Deutschland

Giftnotruf (bundeseinheitlich):
regionale Vorwahl + 1 92 40
(also zum Beispiel Berlin: 030/1 92 40 – ärztliche Vergiftungsberatung rund um die Uhr)

oder Kinderarzt anrufen.

Folgende Giftinformationszentralen geben weitere Auskunft:


 

Berlin

Berliner Betrieb für Zentrale Gesundheitliche Aufgaben
Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen
Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, Haus Diagnostikum
Oranienburger Straße 285
13437 Berlin
Tel.: 0 30 / 1 92 40
Fax: 0 30 / 30 686 - 721
E-Mail: mail(à)giftnotruf.de
Internet: www.giftnotruf.de

Giftberatung Virchow-Klinikum
Charitè, Campus Virchow-Klinikum
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und internistische Intensivmedizin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Tel.: 0 30 / 450 - 653 555
Fax: 0 30 / 450 – 553 915
E-Mail: giftinfo(à)charite.de
Internet: www.charite.de



Bonn

Informationszentrale gegen Vergiftungen
Zentrum für Kinderheilkunde der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn
Adenauerallee 119
53113 Bonn
Tel.: 0 22 8 / 1 92 40
Fax: 0 22 8 / 287 3314
E-Mail: gizbn(à)ukb.uni-bonn.de
Internet: www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale



Erfurt

Giftnotruf Erfurt
Gemeinsames Giftinformationszentrum der Länder
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
c/o Helios-Klinikum Erfurt
Nordhäuser Straße 74
99089 Erfurt
Tel.: 0 36 1 / 73 0 73- 0
Fax: 0 36 1 / 73 0 73 17
E-Mail: info(à)ggiz-erfurt.de
Internet: www.ggiz-erfurt.de



Freiburg

Vergiftunge-Informations-Zentrale
Universitäts-Kinderklinik Freiburg
Mathildenstraße 1
79106 Freiburg
Tel.: 0 76 1 / 1 92 40
Fax: 0 76 1 / 270 4457
E-Mail: giftinfo(à)kikli.ukl.uni-freiburg.de
Internet: www.ukl.uni-freiburg.de/kinderkl/viz
www.giftberatung.de



Göttingen

Giftinformationszentrum-Nord der Länder Bremen, Hamburg,
Niedersachsen und Schleswig-Holstein
Georg-August-Universität
Zentrum Pharmakologie und Toxikologie
Robert-Koch-Straße 40
37075 Göttingen
Tel.: 0 55 1 / 1 92 40
Tel.: 0 55 1 / 38 31 80
Fax: 0 55 1 / 38 31 88 1
E-Mail: Anfragen(à)giz-nord.de
Internet: www.giz-nord.de



Homburg/Saar

Informations- und Beratungszentrum für Vergiftungsfälle
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Robert-Koch-Straße, Gebäude 9
66421 Homburg/Saar
Tel.: 0 68 41 / 1 92 40
Fax: 0 68 41 / 16 28 438
E-Mail: kigift(à)uniklinik-saarland.de
Internet: www.uniklinikum-saarland.de/de/einrichtungen/kliniken_institute/kijumed



Mainz

Klinische Toxikologie und Beratungsstelle bei Vergiftungen
der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen
Universitätsklinikum
Langenbeckstraße 1
55131 Mainz
Tel.: 0 61 31 / 1 92 40 oder 23 24 66
0700-GIFTINFO
Fax: 0 61 31 / 23 24 68 oder 23 24 69
E-Mail: mail(à)giftinfo.uni-mainz.de
Internet: www.giftinfo.uni-mainz.de



München

Giftnotruf München
Toxikologische Abteilung der II. Medizinischen Klinik rechts der Isar der TU
Ismaninger Straße 22
81675 München
Tel.: 0 89 / 1 92 40
Fax: 0 89 / 41 40 - 24 67
E-Mail: tox(à)Irz.tum.de
Internet: www.toxinfo.org/



Nürnberg

Giftinformationszentrale Nürnberg
Medizinische Klinik II Klinikum Nürnberg Nord
Lehrstuhl Innere Medizin - Gerontologie
Universität Nürnberg
Prof.-Ernst-Nathan-Straße 1
90419 Nürnberg
Tel.: 0 91 1 / 39 82 451 oder 39 82 665
Fax: 0 91 1 / 39 82 21 92
E-Mail: muehlberg(à)klinikum-nuernberg.de
Internet: www.giftinformation.de

 

 

 

Ein Kind hat eine pulsierende blutende Wunde, was ist zu tun?

Da es sich um eine pulsierende, blutende Wunde handelt ist es wichtig ein Druckpolster mit einer zweiten verpackten Binde anzulegen. Auf die Wunder selbst wird eine sterile Kompresse gelegt. Diese wird umwickelt und während weiter gewickelt wird,  wird diese verpackte zweite Binde mit auf den pulsierenden Bereich gelegt und weiter festgewickelt. Durch das pulsierende Bluten erfolgt auch schon eine erste Selbst-Reinigung der Wunde.

Der Arm wird nun hoch gelagert.

So verarztet wird der Kinderarzt oder auch, je nach Situation, das Krankenhaus aufgesucht.

 

 

 

 

 

Ein Kind ist vom Klettergerüst gefallen und kann sich nicht mehr daran erinnern, was ist zu tun?

Da sich das Kind nicht mehr erinnern kann wird sofort der Notarzt gerufen. Ebenso  kann er natürlich auch Knochenbrüche davongetragen haben, aber auch Blutungen und eine Gehirnerschütterung oder aber auch Schädelhirntraumata stärkeren Grades können vorliegen. Eine ärztliche Überwachung ist in jedem Fall erforderlich. Das Kind zu beruhigen und gut zu beobachten ist nun das Wichtigste bis zum Eintreffen des Rettungswagens.

Amnesien, also die Erinnerungslücken, können ein Hinweis auf eine Schädigung des Gehirns sein, eine Gehirnerschütterung oder aber auch auf eine innere Blutung hin weisen und muss sofort ärztlich untersucht werden. TELEFON: 112

 

 

 

 

 

Ein Kind ist vom Fahrrad gefallen, es ist kalt schweißig und blass. Was  könnte passiert sein und wie gehen Sie vor?

Da das Kind blass und kaltschweißig ist könnte es sich um eine Gehirnerschütterung handeln. Oftmals unbedacht bleibt die Tatsache, dass der Lenker in den Bauchraum gedrückt worden sein kann. Diese stumpfen Bauchtraumata zeigen sich bei dem Kind erst zeitverzögert, werden oft auch nicht bedacht. Eine innere Blutung, so zum Beispiel durch Milzriss, ist ein lebensbedrohlicher Zustand. Um eine innere Verletzung auszuschließen sollte man aus diesem Grunde den Notarztwagen rufen.

 

 

 

 

 

Ein neun Monate altes Kind ist vom Wickeltisch gefallen, was ist zu tun?

Auf jeden Fall sollte das Kind einem Arzt vorgestellt werden, es könnte neben Prellungen oder auch Brüchen auch eine innere Blutung im Gehirn haben, die nicht immer sofort ersichtlich ist. Die Kinder werden in der Kinderklinik dann in der Regel über mindestens 48 Stunden beobachtet.

 Neben der Beobachtung des Verhaltens des Kindes, also ist es z.B. schläfrig, legt es sich mehr hin als sonst, ist es ruhiger als sonst, geben weitere diagnostische Untersuchungen wichtige Hinweise auf eine eventuelle Blutung.

 

 

 

 

 

Ein Kind stolpert und schlägt sich aus dem Unterkiefer einen Zahn heraus, was ist zu tun?

Die Blutung wird gestillt, zum Beispiel mit einem ganz sauberen Baumwolltuch. Der Zahn, wenn man ihn findet, wird feucht eingewickelt. Dazu nimmt man Milch (ab 1,5 %) und legt den Zahn dort hinein und dann geht‘s ab in die Zahnklinik (es gibt eine Zahnklinik in Krefeld  und auch im Bethesda Krankenhaus in Mönchengladbach). Käuflich erwerben kann man auch spezielle Milchzahndosen, die mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt sind.

Bei Erwachsenen oder auch etwas größeren Kindern, die nichts mehr verschlucken, kann der eigene Zahn auch in die eigene Wangentasche gelegt werden. Dort bleibt er im eigenen Milieu und feucht.

Wenn Kinder sich eine Ecke aus dem Zahn heraus schlagen ist auch eine Zahnarztvorstellung natürlich wichtig, oftmals bleibt der Zahn aber auch so, die scharfen Kanten reiben sich durch die Nahrungsaufnahme ab.

Sollte ein Zahn durch den Sturz locker sein ist eine Zahnarztvorstellung dringend anzuraten, denn dann wird der Zahnarzt schauen, dass dieser Zahn auch fest dort bleibt. Die Milchzähne sind wichtige Platzhalter für die nachfolgenden Zähne. Somit wird alles getan, dass dieser lockere Zahn wieder gut anwächst.

 

 

 

 

 

Ein Kind hat Nasenbluten, was ist zu tun?

Ein kühles Tuch wird in den Nacken gelegt, der Kopf nach vorne gehalten. Es kann auch positiv sein die Nase ein wenig vorsichtig ab zu drücken. Da Kinder sich sehr schnell erschrecken und eine Blutmenge immer sehr viel aussieht wird empfohlen, das Blut mit einem dunklen Tuch aufzufangen. Natürlich steht auch im Vordergrund das Kind behutsam zu beruhigen.

 

 

 

 

 

Ein Kind hat sich beim Schnitzen in den Arm geschnitten und es blutet stark. Was ist zu tun?

Der Arm wird hochgehalten.

Auf der Innenseite des Oberarms wird hineingedrückt, so dass die Durchblutung verlangsamt wird. Im Anschluss daran wird die Wunde entsprechend mit einem sterilen Verband und auch eventuell einem Druckpolster versorgt und dann der Arzt aufgesucht.

 

 

 

 

 

Ein Kind hat einen Fremdkörper im rechten Auge, was ist zu tun?

Der Fremdkörper wird im Auge belassen und das Kind beruhigt. Es wird empfohlen beide Augen zu zukleben, denn dadurch werden Reize auf die Augen gemieden. Dann geht es ab zum Augenarzt oder aber auch je nach Situation in die Augenklinik.

 

 

 

 

 

Ein Kind hat Säure ins Auge bekommen, was ist zu tun?

Das Auge wird mit Wasser gespült und zwar von der Nase nach außen hin. Das Spülen von der Nase nach außen hin verhindert, dass die Säure in das andere, nicht betroffen Auge, läuft. Anschließend wird das Kind sofort dem Augenarzt/Augenklinik vorgestellt.

 

 

 

 

 

Ein Kind hat sich an einer Tasse Tee verbrüht. Was ist zu tun?

Der Verbrennungsgrad der Haut ist zu Beginn nicht festzustellen. Die Stelle wird unter fließendem, lau kaltem Wasser lange gekühlt. Die Kleidung wird angelassen, sie dient als Kühlkompresse. Ein weiterer Grund ist der, dass bei dem Ausziehen der Kleidung, je nach Stärke der Verbrennung, die Haut mit abgerissen werden könnte. Bitte beachtet, dass nur die heiße Stelle gekühlt wird und nicht der ganze Körper, denn durch den Schrecken des Kindes ist der Kreislauf schon oft herabgesetzt und ein komplettes nass machen kühlt den Körper des Kindes noch mehr aus. Auch hier steht dann an nächster Stelle selber Ruhe bewahren, das Kind beruhigen und einen Notruf absetzen. TELEFON: 112

Es wird dringlich davon abgeraten das Kind selber zu fahren, da dies in dieser angespannten Situation zu Unfällen führen kann. Unter Umständen verhindert der Straßenverkehr ein schnelles ankommen an der Klinik. Ein Rettungswagen ist schnell vor Ort und kann auch zügig das verletzte Kind in die Kinderklinik bringen. Die Zeit bis der Krankenwagen dann eintrifft wird auch mit dem Kühlen unter fließendem Wasser sinnvoll genutzt. Ein kurzes Kühlen reicht nie aus, da die Hitze von einer Hautschicht auf die nächste darunterliegende Hautschicht übertragen wird.

 

 

 

 

 

Ein Kind hat Spülmittel oder ätzende Stoffe geschluckt. Was ist zu tun?

Nicht Erbrechen lassen bei Spülmitteln und ätzenden Stoffen !!!
Da beim Vorgang des Erbrechens Magenkontraktionen erfolgen, können Schaumblasen entstehen, wenn Wasch- Putz- und Spülmittel geschluckt wurden. Da Schaum nicht in die Lunge gelangen darf, ist bei Schaumbildnern Erbrechen nicht erlaubt. Aus einem ganz anderen Grund dürfen ätzende Dinge nicht erbrochen werden. Säuren und Laugen schädigen die Schleimhaut. Der Magen ist gegen Säure (und Laugen) durch eine dicke Schleimschicht gut geschützt, schließlich produziert der Magen selbst Salzsäure. Ungeschützt dagegen ist die Speiseröhre. Die Speiseröhre darf nicht durch Erbrechen erneut verätzt werden. Nachtrinken und verdünnen ist hier angezeigt. Wie empfindlich die Speiseröhre ist, wissen Diejenigen, die unter Sodbrennen leiden. Die Beschwerden entstehen, wenn Magensaft in die Speiseröhre gelangt. Auch Vergiftungen mit ätzenden Substanzen sind sehr schmerzhaft. Ähnlich schleimhautzerstörend sind Lösungsmittel, wie Benzin, Spiritus und Petroleum. Da diese Flüssigkeiten stark abstoßend riechen, kommen Vergiftungen nur selten und in geringen Maßen vor.

Nicht Nachtrinken bei Spülmitteln:
Bei Aufnahme von Schaumbildnern (Spülmittel etc.) sollte keine Flüssigkeit gegeben werden. Je mehr Flüssigkeit vorhanden ist, desto mehr Schaum kann gebildet werden. Ohne Flüssigkeit kein Schaum. Bei Aufnahme von Schaumbildnern wird der Schaum mit

Sab Simplex® (oder Lefax®) zerstört

Nachtrinken/Verdünnen
Eine Verdünnung des aufgenommenen Giftes ist nötig, wenn ätzende Stoffe nicht erbrochen werden dürfen. Am besten ist das Nachtrinken von reichlich Wasser, Tee oder verdünnten Säften. Früher wurde auch Milch zur Verdünnung empfohlen. Theoretisch ist das auch sinnvoll. Milch hat die Fähigkeiten Säuren und Laugen zu puffern. Die Milch gerinnt aber im Magen und das ausflockende Eiweiß setzt sich in die Falten von Magen und Darm. Bei einer Darmspiegelung wird so die Sicht verdeckt. Bei manchen Stoffen beschleunigt Milch sogar die Aufnahme im Darm. Deshalb sollte Milch nicht gegeben werden. Bei Aufnahme von Säuren und Laugen sollten keine Neutralisationsversuche unternommen werden.

 

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