Klangschalentherapie - die sanfte Tiefenmassage

 
Viele Kulturen kennen den wohltuenden, heilenden Effekt von Klang auf den Körper. Töne wurden schon seit Jahrtausenden dazu genutzt, um Menschen in einen Trance-ähnlichen Zustand zu versetzen. Die Heiler der Ureinwohner Amerikas oder Afrikas haben dazu Trommeln eingesetzt, die Aborigines in Australien verwenden dazu immer noch das Didgeridou. Gongs und Klangschalen sind dagegen in Asien weit verbreitet. Der Ursprung der Klangschalen wird in Indien und im Himalaya vermutet, Buddha-Statuen mit einer solchen Schale in der Hand weisen darauf hin. Durch die Verbreitung des Buddhismus kamen die Schalen nicht nur in die Himalayastaaten Tibet und Nepal, sondern man findet sie auch in Thailand, China und Japan.
Wie seit Hunderten von Jahren werden die Klangkörper auch heute noch in eine runde Schale gegossen und dann von Hand in die endgültige Form getrieben. Zum Erzeugen der Töne wird die Schale mit einem Klöppel angeschlagen, der aus Holz gefertigt wird und mit Filz oder Leder überzogen sein kann. Der Durchmesser der Schale kann zwischen 5 und 50 cm, das Gewicht bis zu einigen Kilos betragen. Hergestellt wird sie meistens aus
7 verschiedenen Metallen: Kupfer, Zinn, Quecksilber, Blei, Eisen, Silber und Gold. Gelegentlich werden noch Zink, Eisen oder Wismut zugefügt.
Behandlung
Bei einer Klangmassage, auch Klangschalenmassage, werden Klangschalen auf den bekleideten Körper aufgesetzt und angeschlagen bzw. angerieben oder direkt über den Körper gehalten, ohne ihn zu berühren. Auf diese Weise überträgt sich der Schall des erzeugten Tons auf den Körper. Dies wird als Vibration im Körper wahrgenommen. Bis zu 20 verschiedene Töne können durch eine Klangschale entstehen. Die einzelnen Töne, vom tiefen Brummen bis zum hellen Klang, kann das menschliche Gehör nicht mehr differenzieren. Unsere Ohren nehmen den Ton als dunkel, warm und tief wahr. Wenn im Raum eine solche Schale angeschlagen wird, breitet sich der Wohlklang in Wellen aus. Verstärkt wird dieser Effekt noch, wenn die Schale neben oder direkt auf dem Körper platziert wird. Es ist erstaunlich, wie man den Ton nicht nur mit den Ohren hört, sondern tief im Körper spürt. In der Therapie verwendet man eine oder mehrere Schalen, deren Klangfülle sich gegenseitig ergänzen.
Eingesetzt werden kann die Klangschalentherapie bei Menschen, die nervös oder depressiv verstimmt sind, unter grosser Anspannung oder zu hohem Blutdruck leiden. Der Klang der Metallschalen bewirken eine Harmonisierung und tiefe Entspannung, wodurch sich ein Wohlbefinden einstellt. Blockaden werden gelöst und Überflüssiges kann losgelassen werden, auch die Kreativität und Sensibilität werden gefördert. Über gute Erfahrungen mit den Klangschalen berichten auch Therapeuten von behinderten Menschen oder überaktiven Kindern. Die Therapie erfordert keine Konzentration oder Anstrengung und wirkt vielleicht gerade deshalb.

Die Wirkung der Klangmassage wird zum einen damit erklärt, dass der menschliche Körper überwiegend aus Wasser besteht, das durch die Schallwellen in Bewegung versetzt wird. Dieser Effekt wirkt letztlich wie eine innerliche Massage der Körperzellen. Wissenschaftliche Belege für diese Theorie gibt es nicht. Weiter geht man davon aus, dass bestimmte Töne, die durch Klangschalen erzeugt werden, den verschiedenen Chakren zugeordnet werden können und diese beeinflussen. Bei „Störungen“ der Chakren sollen diese dann mit Hilfe der Klangmassage harmonisiert und positiv beeinflusst werden. Der Autor Peter Hess vertritt die Theorie, dass die Töne der Klangschalen die Behandelten in einen tranceähnlichen Zustand versetzt, diese Wirkung ähnele Ritualen von Schamanen. In diesem Zustand seien Veränderungen auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene möglich.

Sie wird eingesetzt bei:

  • Stress
  • zu hohem Blutdruck
  • Verspannungen und Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • neurologischen Erkrankungen (u.a. körperliche und seelische Verspannungen, Behinderungen)
  • Psychovegetative Erkrankungen (u.a. Schlafstörungen, Nervosität, Anspannungen
  • Babys und Kindern
  • Konzentrationsproblemen ( Schulförderung )
  • Menstruationsbeschwerden
  • Durchblutungsstörungen
  • Arbeit in der Partnerschaft "sich etwas Gutes tun und sich neu wahr nehmen"
  • Wahrnehmungsförderung und Zuwendung

     


Es gibt verschiedene Ansätze einer Klangschalentherapie.
Im Wellness-Bereich werden Klangschalen nach persönlicher Vorliebe ausgewählt, die Klangmassage soll einfach die Entspannung fördern.

 

In der Körpertherapie kann die Klangmassage bei der Aufarbeitung von Traumatisierungen unterstützen. Die Klänge sollen in das „Körpergedächtnis“ vordringen und das Trauma lösen. Therapien dürfen in Deutschland nur von therapeutisch ausgebildeten Personen durchgeführt werden.

Die Klangschalentherapie wird sehr erfolgreich in einigen psychiatrischen Kliniken in der Musiktherapie eingesetzt.

 

 
Klangschalentherapie - die sanfte Tiefenmassage
 
 
 
 
 
 Bildquelle www.Sanushotels